Nautisches Glossar

Deutsche Definitionen — 168 Begriffe.

A

Achterdeck

Aft deck

Auch bekannt als: aft deck

Die Oberfläche des Rumpfs im achteren Bereich am Heck – Cockpit, Steuerstand, oft Badeplattform sowie Halterung für Außenbordmotor oder Beiboot. Im Unterschied zum Heck selbst ist dies die Decksfläche, auf der die Crew läuft.

Verwandte Begriffe: Deck, Heck, Achtern / Hinterteil, Cockpit

Achtern / Hinterteil

Stern / aft part

Auch bekannt als: aft

Der hintere Teil oder die hintere Seite von etwas (Gegenteil des Bugs). Bei Schiffen: das Achterende des Bootes – gängig in der Alltagssprache; spezifischere Begriffe sind Heck und Achterdeck.

Nicht mit anderen umgangssprachlichen Bedeutungen von zadok verwechseln. Bei Schiffen bedeutet es schlicht den achteren Teil.

Verwandte Begriffe: Heck, Achterdeck, Bug, Bug / Vorderteil

All-round light

Auch bekannt als: all-round light

Rundumlicht – 360° sichtbar. Wird beim Ankern, für Tageszeichen und bei besonderen Fahrzeugzuständen nach CEVNI verwendet.

Verwandte Begriffe: Navigation lights, Anchoring

Anchor chain

Die Kette oder Leine zwischen Boot und Anker. Beim Ankern eine angemessene Kettenlänge ausgeben – bei normalen Bedingungen mindestens das Dreifache der Wassertiefe, bei stärkerem Wind mehr.

Verwandte Begriffe: Anker, Anchoring

Anchoring

Sichern des Bootes mit einem Anker auf freiem Wasser. Erfordert die Wahl eines geeigneten Platzes (geschützte Bucht, guter Ankergrund), ausreichende Kettenlänge sowie Rücksicht auf Nachbarboote und Gezeitenwechsel.

Verwandte Begriffe: Anker, Anchor chain, Tide / ebb and flood

Anemometer

Instrument zur Messung der Windgeschwindigkeit. Auf größeren Booten häufig am Mast montiert; hilft beim Planen von Kurs und Reff, Krängung und sichere Segelkraft abzuschätzen.

Verwandte Begriffe: True wind, Beaufort scale

Anker

Anchor

Eine Vorrichtung, die auf den Meeresgrund abgesenkt wird, um das Boot an Ort und Stelle zu halten. Der Ankertyp (Pfluganker, Danforth, Bruce) wird je nach Untergrund gewählt – Sand, Schlamm oder Fels. Ankern ist ein grundlegendes Manöver in Buchten und außerhalb von Häfen.

Verwandte Begriffe: Anchoring, Anchor chain, Boat hook, Pfluganker, Danforth-Anker, Bruce-Anker

Ankerwinde

Windlass

Auch bekannt als: windlass

Ein elektrisches oder handbetriebenes Gerät zum Einholen von Anker und Kette. Bei starker Last stets den Hauptmotor zu Hilfe nehmen – die Ankerwinde allein ist nicht für längeren Dauerbetrieb ausgelegt.

Verwandte Begriffe: Anker, Anchor chain, Kettennuss

Apparent wind

Der Wind, den die Besatzung an Bord tatsächlich fühlt – die Kombination aus wahrem Wind und der eigenen Fahrt des Bootes. Beim Vorwindkurs kann der scheinbare Wind deutlich schwächer oder aus einer anderen Richtung wehen.

Verwandte Begriffe: True wind

B

Backbord

Port

Auch bekannt als: port

Die linke Seite des Bootes, wenn man an Deck steht und nach vorne blickt. Nachts durch ein rotes Navigationslicht gekennzeichnet. Gängige Eselsbrücke: „Roter Portwein links" (Backbord = links).

Im Regattasegeln: „Boot auf Backbordhalse" = Wind von links (Luvseite ist Backbord). Eselsbrücke: Portwein = rot = Backbord.

Verwandte Begriffe: Steuerbord, Navigation lights

Bareboat-Charter

Bareboat charter

Auch bekannt als: bareboat charter

Charter ohne Besatzung der Charterfirma – ein „leeres Schiff". Der Mieter segelt mit eigener Crew; der verantwortliche Skipper muss einen im jeweiligen Land anerkannten gültigen Sportbootführerschein besitzen (z. B. ICC, nationaler Schein). Die Charterfirma führt Check-in, Einweisung und Übergabe durch, stellt aber keinen professionellen Skipper oder Crewmitglieder. Gegenteil: Crewed Charter (Besatzung der Charterfirma an Bord) oder Skippered Charter (gemieteter Skipper).

In listings and contracts the term is usually written in English as *bareboat*. It does not mean sailing without your own crew — you must provide the crew; the charter company simply does not supply one.

Verwandte Begriffe: Charter, Skipper, Yacht, Logbook

Batten (sail leech)

Auch bekannt als: batten

Batten am Achterliek des Segels; stützt die Segelform und reduziert Flattern. Bei der Kontrolle auf Risse oder herausgezogene Battentaschen achten.

Verwandte Begriffe: Mainsail, Jib, Luff

Baum

Boom

Der horizontal schwenkende Baum, der am Mast befestigt ist und die Unterkante des Großsegels führt. Beim Halsen schwenkt der Baum schnell über Deck – die Koordination der Besatzung ist dabei entscheidend.

Verwandte Begriffe: Mainsail, Schot, Gybe / jibe

Beam reach

Halbwind – Wind aus ca. 90° zur Längsachse des Rumpfs, von der Seite. Zwischen Am-Wind und Raumwind; gute Fahrt, oft komfortabler Krängungswinkel.

Verwandte Begriffe: Close reach, Broad reach

Bearing

Die Richtung zu einem Objekt oder Punkt in Grad (wahre, magnetische oder Kompasspeilung). Mit dem Handpeilkompass werden Peilungen zu Leuchttürmen, Bojen oder Landspitzen gemessen.

GPS-Apps zeigen oft „Bearing" an. Gleiche Bedeutung wie das slowakische námer: Richtung zu einem Objekt in Grad.

Verwandte Begriffe: Kompass, Course

Beaufort scale

Eine Skala von 0–12 zur Einschätzung der Windstärke anhand des Seegangs und der Auswirkungen auf das Boot. In maritimen Wetterberichten üblich (z. B. „Wind 4–5 Beaufort").

Verwandte Begriffe: True wind

Bimini top

Sonnenverdeck aus Stoff über dem Cockpit als Schutz vor Sonne und Regen. Zustand von Stoff, Nähten und Rahmenbefestigung prüfen – altert rasch in der Sonne.

Verwandte Begriffe: Cockpit, Deck

Block / pulley

Teil des Riggs zur Kraftreduzierung und Umlenkung von Leinen. Häufig an Fallen und Schoten.

Verwandte Begriffe: Rigging, Winde

Boat hook

Eine Stange mit Haken zum Erfassen einer Leine, Boje oder eines Steges vom Deck aus. Kein Ersatz für Hände bei gefährlichen Hafenmanövern.

Verwandte Begriffe: Anker, Harbour / port

Boat trim / tuning

Auch bekannt als: trim

Ausbalancieren des Bootes und Einstellen der Segel nach Windrichtung und -stärke. Guter Trimm reduziert Krängung und erhöht den Komfort – auf Charter hauptsächlich durch Gewichtsverteilung der Crew und Schotlänge.

Verwandte Begriffe: Schot, Luff, Ruder

Boom vang / kicker

Auch bekannt als: boom vang, kicker

Baumniederholer oder Kicker – Talje oder Strebe, die verhindert, dass der Baum aufsteigt, und die Großsegelform hält. Ein loser Niederholer verschlechtert den Trimm und kann bei Böen unerwartete Krängung verursachen.

Verwandte Begriffe: Baum, Schot, Gooseneck

Bora

Ein starker, plötzlicher Kaltwind vom Land in der Adria – typischerweise aus Nordost durch die Pässe des Dinarischen Gebirges. Kann ohne große Vorwarnung einsetzen. **Seegang:** Kurze steile Wellen, kaltes Oberflächenwasser, plötzlicher Sichtabfall. Der Anker kann schlieren; im Hafen Fender, Leinen und Rigg sichern.

Verwandte Begriffe: Beaufort scale, Sirocco / Jugo, Maestral / NW Adriatic wind

Bow thruster

Auch bekannt als: bow thruster

Ein seitlicher Antrieb im Bug zur Unterstützung beim Ankern und Manövrieren auf engem Raum. Beide Richtungen kurz testen – Betrieb nicht länger als etwa 10 Sekunden aufrechterhalten.

Verwandte Begriffe: Ruder, Harbour / port

Breite

Beam

Die maximale Breite des Rumpfs rechtwinklig zur Mittellinie. Eine größere Breite bedeutet meist mehr Raum im Inneren, aber ein anderes Verhalten bei Wellen und Wind.

Verwandte Begriffe: Rumpf, Tiefgang

Broad reach

Raumwind – Wind von achterlicher Seite, schräg von hinten. Oft der schnellste und komfortabelste Kurs; häufig mit Spinnaker oder vor einer Halse gefahren.

Verwandte Begriffe: Beam reach, Run / running

Bruce-Anker

Bruce / claw anchor

Ein Anker mit gebogenen Armen – vielseitiger auf unterschiedlichem Untergrund als der Danforth, jedoch auf Charterbooten seltener als Pfluganker.

Verwandte Begriffe: Anker, Anchoring

Bug

Bow

Auch bekannt als: bow

Der vordere Teil des Bootes, der Bug (aus dem Italienischen prua). Bei Segelbooten befinden sich hier üblicherweise Ankerausrüstung, Kette oder Rollwickler für die Fock.

Im slowakischen Segeljargon ist prova der gebräuchliche Begriff für den Bug. Eselsbrücke: Bug = prova (vorderer Teil des Bootes).

Verwandte Begriffe: Bug / Vorderteil, Vorderdeck, Heck, Backbord, Steuerbord

Bug / Vorderteil

Bow / fore part

Auch bekannt als: fore

Der vordere Teil oder die vordere Seite von etwas. Bei Schiffen der Bugbereich – ein allgemeinerer Begriff als Bug im alltäglichen Sprachgebrauch.

Nicht mit predok im Sinne von Vorfahre verwechseln. Bei Booten: predok = prova – siehe Eselsbrücke unter prova.

Verwandte Begriffe: Bug, Vorderdeck, Heck

C

Cam cleat

Auch bekannt als: cam cleat

Nokenklemme – mechanische Klemme zum schnellen Belegen von Leinen. Häufig an Schoten und Spinnakerschoten; verschlissene Rillen auf Durchrutschen prüfen.

Verwandte Begriffe: Block / pulley, Schot, Rigging

Cardinal mark

Ein schwimmendes Seezeichen, das die sichere Seite zum Passieren eines Hindernisses (Felsen, Untiefe) angibt. Vier Kardinalrichtungen: Nord (zwei Kegel oben), Ost (zwei Kegel Basis an Basis), Süd (zwei Kegel unten), West (zwei Kegel Spitze an Spitze). Farben: schwarz-gelbe Streifen entsprechend der Richtung.

Verwandte Begriffe: Lateral mark, Anchoring

Chart plotter

Ein elektronisches Navigationsgerät, das die Position des Bootes auf einer digitalen Seekarte anzeigt. Kombiniert GPS/GNSS mit Karte, Kurs und oft Echolot. Auf Charterbooten häufig als Ersatz für Papierkarten – dennoch immer mit Papierkarte und visuellen Markierungen abgleichen.

Verwandte Begriffe: Position, Course, Kompass

Chine (bottom edge)

Auch bekannt als: chine

Längliche Knickstelle, an der der Boden auf die Rumpfseite trifft (Kimm). Beeinflusst das Verhalten bei Krängung und Seegang bei schärferen Rumpfformen.

Verwandte Begriffe: Gunwale / deck edge, Rumpf, Tiefgang

Cleat

Auch bekannt als: cleat, cam cleat

Metall- oder Kunststoffklemme zum Belegen oder Einklemmen einer Leine. Bei Charterbooten Verschleiß der Kammklemmzähne prüfen – abgenutzte Zähne lassen Leinen unter Last durchrutschen.

Verwandte Begriffe: Schot, Mooring (alongside / buoy)

Close-hauled / beating

So dicht wie möglich am Wind segeln (typisch ~45° zum scheinbaren Wind). Um ein Ziel gegen den Wind zu erreichen, ist eine Folge von Wenden (Aufkreuzen) erforderlich.

Verwandte Begriffe: Tack, Windward

Cockpit

Der eingelassene Bereich auf dem Achterdeck, von dem aus der Steuermann das Boot führt und einige Leinen (Schoten, Winden) bedient werden. Der geschützte Arbeitsraum der Besatzung beim Segeln.

Verwandte Begriffe: Deck, Achterdeck, Pinne

Course

Die Richtung der geplanten oder tatsächlichen Fahrt, meist in Grad von Nord (000–360°). Zu unterscheiden sind Kompasskurs, Kurs über Grund (COG) und Seekartenkurs.

Verwandte Begriffe: Bearing, Position

Crew

Alle an Bord außer etwaigen Passagieren – Aufgaben sind aufgeteilt (Helm, Leinen, Anker, Navigation, Kombüse). Auf kleineren Segelbooten sollte jeder die Grundlagen kennen.

Verwandte Begriffe: Skipper, Helmsman

Cutter

Ein Segelboot mit einem Mast und zwei Vorsegeln (Fock plus Stagsegel) oder zwei Vorstagen. Hinsichtlich der vorderen Segelfläche zwischen Sloop und Zweimaster angesiedelt.

Verwandte Begriffe: Sloop, Jib

D

Dacron (polyester sailcloth)

Auch bekannt als: polyester sailcloth

Gängiges Polyester-Segeltuch – UV- und feuchtigkeitsbeständig. Bei Charter Verschleiß an Nähten und Bahnen prüfen, besonders bei älteren Segeln.

Verwandte Begriffe: Mainsail, Jib

Danforth-Anker

Danforth / fluke anchor

Ein Anker mit flachen Schaufeln – hält sehr gut in Sand und Schlamm, weniger zuverlässig auf Fels. Wird oft als Reserveanker auf kleineren Booten mitgeführt.

Verwandte Begriffe: Anker, Anchoring

Davits

Auch bekannt als: davit

Drehkrane oder Flaschenzugsystem zum Aufhängen und Aussetzen des Beiboots am Heck der Yacht. Blöcke, Leinen und Befestigungspunkte prüfen – abgenutzte Davits sind häufige Ursache für Beibootschäden bei der Übergabe.

Verwandte Begriffe: Dinghy, Heck, Achterdeck

Deck

Die Oberfläche des Rumpfs, auf der sich die Besatzung bewegt. Auf einem Segelboot unterscheidet man Vorderdeck (am Bug) und Achterdeck mit Cockpit.

Verwandte Begriffe: Cockpit, Vorderdeck, Achterdeck, Bug, Heck

Depth sounder / echo sounder

Ein Gerät zur Messung der Wassertiefe unter dem Kiel mittels Ultraschall. Zeigt die Tiefe in Metern oder Fuß an; unerlässlich beim Einfahren in seichtes Wasser oder beim Ankern – auf Alarme achten.

Verwandte Begriffe: Tiefgang, Chart plotter, Position

Dinghy

Auch bekannt als: dinghy

Das kleine Hilfsboot einer Segelyacht – für Fahrten an Land, Ankern außerhalb des Hafens oder Notfallkommunikation. Kann aufblasbar (RIB) oder starr sein. Bei der Übernahme auch Spiegelzustand und Außenbordmotor prüfen.

Verwandte Begriffe: Harbour / port

Drain plug / scupper valve

Auch bekannt als: drain plug, scupper

Ablassventil oder Cockpit-Speigattstopfen für Cockpit- oder Bilgenwasser. Muss vor dem Segeln geschlossen sein; nur beim Lenzen öffnen und anschließend wieder sichern.

Verwandte Begriffe: Rumpf, Cockpit

Drift anchor / sea anchor

Auch bekannt als: drift, sea anchor

Treibanker oder Seeanker – Schleppdrachen zum Bremsen des Abtreibens bei Wind. Wird genutzt, wenn man auf besseren Wind wartet oder bei starken Bedingungen die Krängung reduziert.

Verwandte Begriffe: Anchoring, Leeward

E

Einrumpfboot

Monohull

Eine Segelyacht mit einem einzigen Rumpf – das übliche Charterboot (im Gegensatz zum Katamaran). Krängen wird durch das Körpergewicht der Crew auf der Luvseite ausgeglichen.

Verwandte Begriffe: Katamaran, Rumpf, Sloop

F

Fairlead

Auge oder Block, der eine Leine im richtigen Winkel führt – z. B. Springleinen oder Beibootleine. Ein beschädigter Leinauge kann unter stärkerer Belastung die Leine durchscheuern.

Verwandte Begriffe: Block / pulley, Mooring (alongside / buoy)

Fender

Aufblasbare Kissen oder Säcke, die über die Bordwand gehängt werden, wenn man längsseits an einem Steg oder einem anderen Boot festmacht. Sie schützen den Rumpf vor Schrammen und Stößen.

Verwandte Begriffe: Anchoring, Harbour / port

Flares / distress signals

Pyrotechnische oder elektronische Notsignale (Mayday). Haben ein Verfallsdatum; auf Charterbooten Inventar und länderspezifische Vorschriften für die Verwendung prüfen.

Verwandte Begriffe: Life jacket / PFD

Forestay

Das vordere Stag vom Masttop zum Bug. Trägt oft die Rollanlage oder dient der Fock als Befestigungspunkt.

Verwandte Begriffe: Jib, Mast

G

Gelcoat

Farbige Schutzschicht des Laminats auf dem Rumpf. Kleine Kratzer sind normal, aber tiefe Risse oder abplatzender Gelcoat am Kiel oder Bug sollten bei der Übergabe dokumentiert werden – die Charterfirma kann Reparaturkosten in Rechnung stellen.

Verwandte Begriffe: Rumpf

Gennaker

Auch bekannt als: gennaker

Asymmetrisches Segel zwischen Fock und Spinnaker – für Raumschotkurs und breiten Raumkurs. Wird auf Charter oft anstelle eines klassischen Spinnakers eingesetzt, da es einfacher zu handhaben ist.

Verwandte Begriffe: Spinnaker, Jib, Run / running

Genoa

Ein großes Vorsegel, das achter des Mastes reicht – typische Ausrüstung auf Chartersegelbooten. Beim Wenden muss es reibungslos am Mast vorbeigeführt werden; bei leichtem Wind vergrößert es die Segelfläche.

Verwandte Begriffe: Jib, Roller furling

Gooseneck

Auch bekannt als: gooseneck

Beschlag am Mast, der den Baum mit dem Mastfuß verbindet. Ermöglicht die Drehung des Baums beim Wenden und Trimmen. Bei der Kontrolle auf Spiel oder Risse im Beschlag achten.

Verwandte Begriffe: Baum, Mast

Gunwale

Auch bekannt als: gunwale

Die Oberkante der Boots- oder Beibootseite. Beim Ausbalancieren und Arbeiten mit Fendern scheuert und reibt das Dollbord. Bei kleinen Beibooten häufig erstes sichtbares Zeichen einer Berührung.

Verwandte Begriffe: Rumpf, Fender

Gunwale / deck edge

Auch bekannt als: gunwale

Längskante, an der Deck und Rumpf zusammentreffen (Scheuerleiste). Häufige Scheuerstelle beim Festmachen – Reling, Leinaugen und Fenderbefestigungen prüfen.

Verwandte Begriffe: Deck, Rumpf, Chine (bottom edge)

Gybe / jibe

Eine Drehung, bei der das Heck durch den Wind dreht – beim Vorwindkurs. Der Baum schwenkt schnell über Deck; ohne Kontrolle kann er das Rigg beschädigen oder die Crew verletzen. Erfordert eine kontrollierte Halse.

Verwandte Begriffe: Run / running, Baum

H

Halyard

Eine Leine zum Setzen und Fallen von Segeln am Mast oder Vorstag. Großfall für das Großsegel, Fockfall für Fock/Genua.

Verwandte Begriffe: Mainsail, Jib, Winde

Hand bearing compass

Ein Handkompass zum Peilen von Leuchttürmen, Bojen, Landspitzen oder anderen Schiffen. In der Hand gehalten oder an Deck aufgelegt; oft mit integriertem optischem Visier. Im Gegensatz zum fest eingebauten Kompass dient er zur Richtungsmessung zu Objekten, nicht zur Kurshaltung.

Verwandte Begriffe: Kompass, Bearing, Chart plotter

Harbour / port

Geschützter Platz zum Festmachen, Auftanken und für die Schiffsabfertigung. Eine Marina ist ein organisierter Hafen mit Bojen oder Pontons für Freizeitboote.

Verwandte Begriffe: Anchoring, Fender, Charter

Hatch

Auch bekannt als: hatch

Verschließbare Öffnung in Deck oder Rumpf – Zugang zur Kajüte, zu Stauraum oder Motorraum. Dichtung und Schlossfunktion prüfen; eine undichte Luke ist häufige Ursache für Wasser im Innenraum.

Verwandte Begriffe: Cockpit, Rumpf

Heave to

Manöver, bei dem das Boot abbremst und durch eine Kombination aus Ruderstellung und Segeltrimmung nahezu auf der Stelle liegt. Wird zur Crew-Rast, für Mahlzeiten oder zum Abwarten besseren Wetters genutzt.

Verwandte Begriffe: Tack, Close-hauled / beating

Heck

Stern

Auch bekannt als: stern

Das Heck des Bootes über dem Ruder (aus dem Italienischen/Russischen). Am Heck befinden sich Ruder, Pinne oder Steuerrad und oft eine Badeplattform.

Im slowakischen Segeljargon ist korma der gebräuchliche Begriff für das Heck. Der allgemeinere Ausdruck ist zadok; das Deck achtern heißt Achterdeck. Eselsbrücke: Ende = korma (das Ende des Bootes).

Verwandte Begriffe: Achtern / Hinterteil, Achterdeck, Bug, Bug / Vorderteil, Vorderdeck, Ruder, Pinne, Transom

Helmsman

Die Person am Steuerrad oder der Pinne, die den Kurs nach Anweisung des Skippers hält. Bei Hafenmanövern häufig im Wechsel mit der Crew an den Leinen.

Verwandte Begriffe: Ruder, Skipper

Horn cleat

Auch bekannt als: horn cleat

Hornklemme zum Belegen von Leinen. Prüfen, ob sie fest montiert ist und Leinen korrekt belegt sind (z. B. Achtbelegung).

Verwandte Begriffe: Anchoring, Fender, Fairlead

I

J

Jib

Das vordere Dreieckssegel zwischen Vorstag und Bug. Auf den meisten modernen Segelbooten auf einer Rollanlage aufgerollt. Eine kleinere Fock heißt Sturmfock.

Tschechisch sagt man oft „fočna"; in der slowakischen Seglersprache und im Charterbereich ist kosatka üblich. Die englischen Begriffe Jib und Genoa werden allgemein verstanden.

Verwandte Begriffe: Roller furling, Genoa, Tack

K

Katamaran

Catamaran

Ein Fahrzeug mit zwei parallelen Rümpfen. Stabiler beim Krängen als ein Einrumpfboot, oft mit mehr Innenraum; aufgrund der Rumpfbreite andere Anforderungen beim Ankern und Hafenmanöver.

Verwandte Begriffe: Rumpf, Breite

Ketch

Ein Segelboot mit zwei Masten – einem höheren vorderen (Großmast) und einem kürzeren achteren (Besanmast). Der Besanmast trägt oft ein Besansegel. Mehr Segel und komplexeres Rigg als eine Sloop.

Verwandte Begriffe: Mast, Mainsail

Kettennuss

Chain gypsy

Auch bekannt als: gypsy

Das geriffelte Rad an der Ankerwinde, das die Kette führt. Eine abgenutzte Kettennuss kann dazu führen, dass die Kette unter Last springt.

Verwandte Begriffe: Ankerwinde, Anchor chain

Kiel

Keel

Auch bekannt als: keel

Feste Finne unter dem Rumpf, die seitliches Abdriften verhindert und das Kentern vermeidet. Bei Charterbooten den Bereich um den Kiel bei der Übergabe prüfen – Berührungen mit Steg oder Grund sind häufige Schadensursachen.

Verwandte Begriffe: Rumpf, Tiefgang

Kompass

Compass

Ein Instrument zur Bestimmung der Richtung nach Norden. Ein Magnetkompass zeigt den magnetischen Norden; die Missweisung (Deklination) ist je nach Seekarte und Region zu berücksichtigen. An Bord befindet sich im Cockpit meist ein fest eingebauter elektronischer Kompass.

Verwandte Begriffe: Bearing, Course, Hand bearing compass, Magnetic declination

L

Lateral mark

Ein Zeichen, das den Rand eines befahrbaren Fahrwassers oder Hafeneingangs markiert. Im IALA-A-System (Adria, größter Teil Europas): beim Einlaufen in den Hafen rote Zeichen an Steuerbord, grüne an Backbord lassen. Nachts: rotes Lichtzeichen an Steuerbord, grünes an Backbord.

Verwandte Begriffe: Cardinal mark, Backbord, Steuerbord

Lazy jacks

Leinen über dem Baum, die das Großsegel beim Niederholen auffangen. Erleichtern das Einreffen und Verstauen des Segels an Deck. Auf gescheuerte oder verhakte Stellen achten.

Verwandte Begriffe: Mainsail, Baum

Leeward

Auch bekannt als: leeward side

Die Seite oder Richtung, zu der der Wind weht – „unter dem Wind". Beim Ankern in einer Bucht dreht das Boot seine Leeseite zur Küste (wo weniger Seegang herrscht).

Verwandte Begriffe: Windward, Run / running

Life jacket / PFD

Persönliche Auftriebshilfe (Rettungsweste), die eine Person an der Wasseroberfläche hält. Gemäß Vorschriften und Charterbedingungen Pflicht an Bord; der Typ (100 N, 150 N) richtet sich nach der Entfernung von der Küste.

Verwandte Begriffe: Man overboard (MOB), Flares / distress signals

Lifebuoy

Auch bekannt als: lifebuoy

Rettungsring zum Werfen an eine Person im Wasser. Bei Charterbooten Befestigung an der Reling, Reflexstreifen und Länge der Schwimmleine prüfen.

Verwandte Begriffe: Man overboard (MOB), Life jacket / PFD

Logbook

Aufzeichnung der Reise – Uhrzeit, Kurs, Position, Wetter, Ereignisse. Auf See für größere Fahrzeuge ein Pflichtdokument; auf Charter zur Rekonstruktion des Reviers empfehlenswert.

Verwandte Begriffe: Position, Course

Luff

Die vordere Kante des Segels am Mast oder Vorstag. Wenn das Vorliek „schlägt" (flattert), zieht das Segel nicht – Kurs oder Schoten korrigieren.

Verwandte Begriffe: Mainsail, Jib

M

Maestral / NW Adriatic wind

Regelmäßiger nordwestlicher Tageswind auf der Adria – typische Schönwetterbrise im Sommer nach stabiler Wetterlage. Milder als die Bora. **Seegangswirkung:** mäßige Wellen, klares Wasser, gute Sicht. Angenehm zum Segeln; in Ankerplätzen auf abendliche Winddrehung achten, wenn die Landbrise einsetzt.

Verwandte Begriffe: Sea breeze, Bora, Sirocco / Jugo, True wind

Magnetic declination

Auch bekannt als: declination

Der Winkel zwischen dem magnetischen Norden (Kompassanzeige) und dem geografischen (wahren) Norden. Der Wert variiert nach Ort und Zeit – auf Seekarten oder GPS wird die Missweisung angegeben, um sie beim Kompassablesen zu addieren oder zu subtrahieren.

Verwandte Begriffe: Kompass, Bearing, Course

Mainsail

Auch bekannt als: mainsail

Das größte Segel am Mast; die Hauptantriebsquelle beim Segeln. Auf Charterbooten oft mit Reffbändern (zur Segelflächenreduzierung) oder Mast- bzw. Baumreffanlage ausgestattet.

Verwandte Begriffe: Baum, Schot, Halyard, Luff

Man overboard (MOB)

Auch bekannt als: man overboard

Notfallsituation – eine Person ist über Bord gefallen (Mann-über-Bord). Sofort „MOB" rufen, Rettungsring werfen, MOB-Taste am Plotter drücken (falls vorhanden), Rückkehrmanöver ausführen (Quick Stop oder Williamson) und die Person von Lee aus retten.

Verwandte Begriffe: Life jacket / PFD, Tack

Mast

Das vertikale Tragelement, an dem Rigg und Segel befestigt sind. Höhe und Position des Mastes bestimmen die Segelfläche und den Typ des Segelbootes (Sloop, Ketch, Cutter).

Verwandte Begriffe: Rigging, Mainsail, Halyard

Mooring (alongside / buoy)

Festmachen des Bootes im Hafen – längsseits am Steg (Spring- und Hecktaue) oder an einer Mooringboje (Mooringleine). Bei der Einweisung Leinen, Fender und Windrichtung prüfen, damit das Boot nicht gegen Nachbarboote gedrückt wird.

Verwandte Begriffe: Anchoring, Fender, Harbour / port

N

O

Outboard engine

Auch bekannt als: outboard

Ein tragbarer oder fest montierter Motor am Heck eines Beiboots oder einer Yacht. Am Beiboot dient er für Fahrten zwischen Boot und Land; an der Yacht oft als Reserve- oder Hilfsantrieb im Hafen.

Verwandte Begriffe: Dinghy, Transom, Heck

P

Pfluganker

Plow / CQR anchor

Ein pflugförmiger Anker – hält gut in Sand und Schlamm. Häufig auf Chartersegelbooten in der Adria. Auf felsigem oder steinigem Untergrund kann er abrutschen.

Verwandte Begriffe: Anker, Anchoring

Pinne

Tiller

Ein direkt mit dem Ruder verbundener Hebel auf kleineren Booten und Segelbooten. Der Steuermann dreht damit das Ruder nach links oder rechts; für längere Strecken wird eine Pinnenverlängerung verwendet.

Verwandte Begriffe: Ruder, Helmsman, Pinne-Verlängerung

Pinne-Verlängerung

Tiller extension

Auch bekannt als: tiller extension

Eine teleskopierbare oder abnehmbare Verlängerung der Pinne, die dem Steuermann ermöglicht, außenbords zu sitzen und trotzdem das Ruder zu bedienen. Bei Charterbooten prüfen, ob sie angesteckt werden kann und nicht gerissen ist.

Verwandte Begriffe: Pinne

Position

Die geografische Position des Fahrzeugs (Breite, Länge). Ermittelt per GPS, optischer Beobachtung, Radar oder traditioneller Navigation (Standlinie, Peilung, Koppelnavigation).

Verwandte Begriffe: Course, Logbook

R

Radar reflector

Auch bekannt als: radar reflector

Ein Metall- oder Kunststoffreflektoren am Mast oder Rigg, der die Radarsignatur des Segelbootes für größere Schiffe und VTS-Systeme erhöht. Bei Charterbooten prüfen, ob er nach Vorschrift ausgefahren oder eingeklappt ist – ein fehlender Reflektor kann bei der Abnahme vermerkt werden.

Verwandte Begriffe: Mast, Navigation lights

Reefing

Verringerung der Großsegelfläche bei stärkerem Wind – ein Sicherheitsmanöver. Auf Charterbooten entweder Reffbänder im Segel oder Mast- bzw. Baumreffanlage.

Verwandte Begriffe: Mainsail

Reefing

Auch bekannt als: reefing

Reffen – Verringerung der Segelfläche bei starkem Wind. Bei Charter prüfen, ob die Reffpunkte funktionieren und die Crew reffen kann, bevor Böen aufkommen.

Verwandte Begriffe: Mainsail, True wind, Boat trim / tuning

Rigging

Die Gesamtheit der Leinen, Fallen, Stagen und Beschläge, die Mast und Segel tragen und deren Einstellung ermöglichen. Stehendes Gut (Want, Stag) ist fest; laufendes Gut (Schoten, Fallen) bewegt sich beim Segeln.

Verwandte Begriffe: Mast, Shroud, Forestay, Halyard, Schot

Roller furling

Eine Rollwickelanlage für das Vorsegel auf einer Trommel um das Vorstag. Durch Lösen der Leine wird das Segel ausgerollt; durch Ziehen der Rollleine wieder eingerollt.

Verwandte Begriffe: Jib, Genoa

Roller furling

Auch bekannt als: furling

System zum Einrollen des Segels in eine Trommel oder hinter den Baum. Bei Charterbooten prüfen, ob das Segel sich vollständig entfaltet und nicht klemmt – ein klemmendes Rollsystem ist ein häufiges Übergabeproblem.

Verwandte Begriffe: Roller furling, Jib, Mainsail

Ruder

Rudder

Das flache Ruderblatt am Heck des Bootes, das die Fahrtrichtung ändert. Bei kleineren Segelbooten wird es über die Pinne gesteuert, bei größeren über ein Steuerrad oder eine Hydraulikanlage.

Verwandte Begriffe: Pinne, Helmsman

Rumpf

Hull

Der Hauptkörper des Bootes ohne Mast, Segel und Aufbauten – der wasserdichte „Körper" des Fahrzeugs. Das Rumpfmaterial (GFK, Aluminium, Stahl, Holz) bestimmt Gewicht, Wartungsaufwand und Haltbarkeit.

Verwandte Begriffe: Tiefgang, Breite

Run / running

Auch bekannt als: run, running

Segeln direkt vor dem Wind – Wind von achtern (Vorwindkurs). Langsamer und schwerer zu steuern als Rauschefahrt; Segel weit gefiert. Bei Kursänderungen auf unbeabsichtigte Halse achten.

Nicht mit Raumwindkurs (Wind von achterlicher Seite) verwechseln – oft der schnellste Kurs. Nicht mit halbem Wind verwechseln – Wind querab (~90°).

Verwandte Begriffe: Spinnaker, Gybe / jibe, Broad reach, Beam reach, Leeward

S

Safe speed (CEVNI)

Auch bekannt als: safe speed

Sichere Geschwindigkeit nach CEVNI – langsam genug, um gemäß den Bedingungen (Sicht, Verkehr, Tiefe) rechtzeitig anhalten oder manövrieren zu können. Zentrales Prüfungskonzept für den Binnenschifffahrtsschein.

Verwandte Begriffe: Course, Navigation lights

Safe water mark

Eine Boje, die einen von allen Seiten sicher befahrbaren Bereich mit ausreichender Wassertiefe markiert – z. B. Fahrwassermitte oder Hafeneinfahrt. Rot-weiße senkrechte Streifen, oft kugelförmig oder weißes Licht mit Langblitz.

Verwandte Begriffe: Cardinal mark, Harbour / port

Schot

Sheet

Auch bekannt als: sheet

Eine Leine zum Einstellen des Segelwinkels zum Wind. Die Großschot läuft von der Ecke des Großsegels; die Fockschot von der Ecke der Fock. Schot fieren = Segel ausgeben.

Verwandte Begriffe: Mainsail, Jib, Winde

Sea breeze

Ein tagsüber vom Meer zum Land wehender Wind – typisch für Küstenstreifen im Sommer. Nach Sonnenuntergang oft durch eine Landbrise abgelöst.

Verwandte Begriffe: True wind

Sextant

Ein optisches Handgerät zur Messung des Winkels von Gestirnen (Sonne, Sterne) über dem Horizont. Historisch die Grundlage der astronomischen Navigation zur Breitenbestimmung; heute eher Reserveinstrument und Lehrmittel, kein übliches Chartergerät.

Verwandte Begriffe: Position, Kompass

Shackle

Auch bekannt als: shackle

Verbindungselement zum Anschlagen von Kette, Leine oder Tauwerk. Darauf achten, dass Bolzen oder Mutter gesichert sind – ein loser Schäkel beim Ankern ist häufige Ursache für den Verlust des Ankers.

Verwandte Begriffe: Anker, Anchor chain

Shroud

Eine seitliche Leine (oder ein Leinenpaar), die den Mast gegen seitliche Kräfte abstützt. Bildet zusammen mit Vorstag und Achterstag das stehende Gut.

Verwandte Begriffe: Mast, Rigging

Shroud / leech wire

Draht, der den Mast seitlich abstützt oder das Achterliek des Segels sichert. Korrosion, Spannung und Endstücke prüfen – ein lockeres Want riskiert Riggversagen.

Verwandte Begriffe: Mast, Mainsail, Jib

Sirocco / Jugo

Auch bekannt als: sirocco

Warmer, feuchter Südwind auf der Adria – bringt oft Bewölkung, Schwüle und eingeschränkte Sicht. **Seegangswirkung:** längerer Dünung, stärkere Bootsbewegung, erschwertes Ankern in offenen Buchten. Anhaltender Jugo kann den Meeresspiegel anheben; nasse Decks – Rutschgefahr beachten.

Verwandte Begriffe: Bora, Sea breeze, Maestral / NW Adriatic wind

Skipper

Der Kapitän des Segelboots – verantwortlich für Navigation, Sicherheit und Entscheidungen. Beim Bareboat-Charter ist der Mieter/Skipper für die gesamte Reise verantwortlich und muss einen im jeweiligen Land anerkannten gültigen Sportbootführerschein besitzen.

Verwandte Begriffe: Helmsman, Crew, Bareboat-Charter, Charter

Sloop

Der häufigste Chartersegelboottyp – ein Mast, ein Vorsegel (Fock) und ein Großsegel. Einfache Handhabung für die Crew, geeignet für die meisten Wochencharter in der Adria.

Verwandte Begriffe: Mast, Jib, Mainsail

Spinnaker

Ein großes farbiges Segel zum Segeln vor dem Wind. Erfordert einen Spinnakerbaum und erfahrene Crew; auf Charter oft als Zusatzsegel angeboten.

Verwandte Begriffe: Run / running, Spinnaker pole

Spinnaker pole

Ein waagerechter Baum, der vom Bug ausgefahren wird und an dem die Ecke des Spinnakers befestigt ist. Ermöglicht es, das Segel vom Rumpf wegzudrücken und die Segelfläche im Wind zu maximieren.

Verwandte Begriffe: Spinnaker

Spray hood / dodger

Auch bekannt als: dodger, spray hood

Spritzhaube oder Dodger über dem Cockpiteingang – schützt die Crew vor Gischt und Wind. Reißverschlüsse, Nähte und Tauwerk-Befestigung prüfen.

Verwandte Begriffe: Cockpit, Deck

Spreader

Auch bekannt als: spreader

Horizontale Spreize zwischen Mast und Wanten, die die Wanten auseinanderhält und den Mast senkrecht stabilisiert. Eine beschädigte oder lockere Saling kann die Stabilität des stehenden Guts gefährden.

Verwandte Begriffe: Shroud, Mast

Stability

Auch bekannt als: stability

Die Fähigkeit des Bootes, nach einer Krängung ins Gleichgewicht zurückzukehren. Hängt von Rumpfform, Gewichtsverteilung, Rigg und Crew ab – beeinflusst Krängung und Komfort auf Charter.

Verwandte Begriffe: Rumpf, Kiel, Boat trim / tuning

Steering wheel

Auch bekannt als: steering wheel

Steuerrad anstelle der Pinne auf größeren Segelbooten. Spiel im Antrieb und einwandfreie Funktion prüfen – kritisch bei Manövern in engen Hafenbereichen.

Verwandte Begriffe: Ruder, Pinne

Stern light

Auch bekannt als: stern light

Hecklicht – weiß, achteraus sichtbar in einem 135°-Bogen. Bei Segelbooten nachts zusammen mit den Seitenlaternen vorgeschrieben.

Verwandte Begriffe: Heck, Navigation lights, Masthead light

Steuerbord

Starboard

Auch bekannt als: starboard

Die rechte Seite des Bootes, wenn man zum Bug schaut (Steuerbord). Nachts durch ein grünes Navigationslicht gekennzeichnet. Eselsbrücke: Backbord (links) hat ein rotes Licht wie roter Portwein.

Im Regattasegeln: „Boot auf Steuerbordhals" = Wind von rechts. In internationalen Regatten ruft man „Starboard!" für Vorfahrt – nicht das historische „Port!".

Verwandte Begriffe: Backbord, Navigation lights

T

Tack

Auch bekannt als: tacking

Ein Manöver, bei dem der Kurs gewechselt wird, indem der Bug durch den Wind dreht. Die Segel fallen auf die andere Seite; die Crew muss die Fock schnell herüber holen und die Schoten anpassen.

Verwandte Begriffe: Close-hauled / beating, Gybe / jibe, Jib

Tell-tales

Auch bekannt als: tell-tale, tell-tales

Kleine Fäden, Bänder oder leichte Gewebestreifen, die direkt an den Segeln oder an den Wanten befestigt sind. Sie zeigen an, ob der Wind gleichmäßig am Segelprofil entlangströmt und ob das Segel optimal für den aktuellen Kurs getrimmt ist. Beim Trimmen auf die Wollfahnen achten – hängen sie „tot", strömt der Wind nicht effizient über das Segel.

Verwandte Begriffe: Luff, Jib, Schot

Tide / ebb and flood

Die periodische Bewegung des Meeresspiegels. Flut erhöht die Tiefe, Ebbe senkt sie. In der Adria ist der Tidenhub kleiner als im Atlantik, beeinflusst aber dennoch Ankern und Hafenzugang.

Verwandte Begriffe: Anchoring, Harbour / port

Tiefgang

Draft / draught

Der vertikale Abstand von der Wasserlinie bis zum tiefsten Punkt des Rumpfs (üblicherweise Kielboden). Der Tiefgang bestimmt, wo das Boot navigieren kann – flache Buchten, Hafenfahrrinnen, Anlegestellen.

Verwandte Begriffe: Rumpf, Breite

Transom

Das hintere Querbrett eines Beiboots, an dem der Außenbordmotor befestigt wird. Bei der Übernahme auf Risse, abgelöste Kanten und sichere Motorbefestigung achten – ein beschädigter Spiegel ist eine häufige Reklamation bei der Bootsübergabe.

Verwandte Begriffe: Dinghy, Outboard engine

Trimaran

Dreirumpfboot – ein Hauptrumpf und zwei seitliche Ausleger. Stabilität durch die Breite; andere Anker- und Hafenmanöver als beim Einrumpfboot.

Verwandte Begriffe: Katamaran, Einrumpfboot, Rumpf

True wind

Der relativ zur Erde gemessene Wind – Richtung und Stärke, die ein ruhender Beobachter wahrnimmt. Im Gegensatz zum scheinbaren Wind an einem fahrenden Boot.

Verwandte Begriffe: Apparent wind, Beaufort scale

V

VHF radio

Marinefunkgerät im UKW-Bereich – Verbindung mit Hafen, Marina oder Küstenwache. Vor dem Auslaufen Kanal 16 (Notfall) und Rufzeichen des Bootes überprüfen.

Verwandte Begriffe: Mayday, Harbour / port

Vorderdeck

Foredeck

Auch bekannt als: foredeck

Die Oberfläche des Rumpfs im vorderen Bereich am Bug – der Arbeitsbereich der Besatzung vorne (Anker, Kette, Rollwickler, Festmacher). Im Unterschied zum Bug selbst ist dies die begehbare Decksfläche.

Verwandte Begriffe: Deck, Bug, Bug / Vorderteil

W

Wind vane (masthead)

Auch bekannt als: wind vane

Windrichtungsanzeiger, üblicherweise am Masttop. Zeigt im Gegensatz zu Segelwollfahnen die wahre Windrichtung von außen an, nicht den Strömungsverlauf über das Segelprofil.

Verwandte Begriffe: Mast, True wind

Winde

Winch

Auch bekannt als: winch

Eine Trommelwinde zum Spannen von Schoten und Fallen. Auf größeren Booten mit selbstholendem Mechanismus; bedient mit einer Winschkurbel.

Verwandte Begriffe: Schot, Halyard

Y

Yacht

Auch bekannt als: yacht

Ein Freizeitfahrzeug für Sport oder Erholung – im Gegensatz zu einem Handelsschiff oder kleinen Beiboot. Kann eine Segel- oder Motoryacht sein. In Charter-Inseraten und Marinadokumenten wird dieser Begriff für die entsprechende Bootsklasse verwendet.

Verwandte Begriffe: Yachting, Charter, Einrumpfboot, Katamaran

Yachting

Auch bekannt als: yachting

Sport und Freizeitbeschäftigung des Segelns und Kreuzfahrens auf Yachten – Ausbildung, Regatten, Urlaubsreisen und Charterurlaub. Nicht mit dem Fahrzeug selbst (Yacht) zu verwechseln.

Im Alltag spricht man auch vom „Yachting" als Aktivität; in Kursen und Vereinstexten ist der Begriff Standard. Nicht mit der Yacht (dem Fahrzeug) verwechseln.

Verwandte Begriffe: Yacht, Charter, Skipper